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Ursachen

Die Ursachen für Schimmelpilzbefall: Feuchtigkeit im Überblick

Feuchtigkeit, also Schimmelpilznahrung, kommt auf unterschiedlichsten Wegen ins Haus:

  • Von außen eindringende Feuchte - Regen Schnee und Sickerwasser
  • Raumseitige Feuchte - Kondensation.
  • Die Standardsituation: Wasser aus wärmerer Luft schlägt sich - sobald sie den so genannten Taupunkt erreicht - in Tröpfchenform an kaltem bzw. kälterem Material nieder.

Schlechte Dämmung - gute Chancen für Schimmelpilze

Grundsätzlich sind kalte Räume anfälliger für den Schimmelpilzbefall, denn warme Luft kann Feuchtigkeit besser speichern. Bei schlechter Wärmedämmung wird's schnell kalt, wegen der hohen Wärmeverluste. Das wiederum führt dann zu einer ausgekühlten Wandoberfläche. Ist sie kälter als 12,3 Grad (bei einem üblichen Raumklima – 20°C Raumtemperatur; 50% Luftfeuchtigkeit), ist die schimmelpilzkritische Temperatur erreicht: Es entsteht Feuchtigkeit und Schimmelpilz.

  • Raumseitige hygroskopische Feuchte
  • Salze, in jedem Baumaterial vorhanden, haben die Eigenschaft, bei hoher Luftfeuchtigkeit Wasser aus der Luft aufzunehmen und im Baustoff anzulagern.
  • Feuchte aus der Konstruktion
  • Hochwasser, Überschwemmung, Neubaufeuchte oder Leckagen von Wasserleitungen sind natürlich ebenfalls häufige Gründe für eine übermäßige Durchfeuchtung des Hauses

Wichtigste Ursache für einen Schimmelpilzbefall ist eine andauernde hohe Feuchte auf dem Bauteil.

Die Gründe können unterschiedlich sein:

  1. Wasserschäden von Außen (Fassade, Fallrohre, Abdichtungen im Erdreich)
  2. Wasserschäden von Innen (Rohrbrüche, Leckagen, aufsteigende Feuchte etc.)
  3. Innenraumkondensation im Winter (aufgrund unzureichender Wärmedämmung, Tauwasserausfall)
  4. Innenraumkondensation im Sommer (aufgrund falscher Lüftung)
  5. Konvektionsschäden (Wasserschäden aufgrund Luftundichtigkeiten z.B. an Dächern)
  6. Neubaufeuchte (zu hohe Restfeuchte – kann sich bis zu 3 Jahren auswirken)
  7. Falsche Innendämmung (Dämmtapeten, falsche Materialwahl bei Innendämmungen)
  8. Nutzung, Möblierung, Nichtnutzung (Heiz- und Lüftungsverhalten, Möblierung in Altbauten)

Wohnverhalten

Das Wohnverhalten verändern - oder das Haus

Grund Nummer Eins für die ständig steigende Schimmelpilzgefahr:

Mit dem Wohnkomfort - Waschmaschinen, Saunen, Bäder etc. - ist auch der Wasserverbrauch deutlich gestiegen. Durch bewusstes Wohnverhalten lässt sich diese Gefahr in vielen Fällen ganz einfach vermeiden. Indem Bewohner weniger Feuchte produzieren: Wäsche nicht im Haus trocknen, weniger Blumen, auf Verdunstungsbehälter an Heizkörpern verzichten. Flankierend ist regelmäßiges Stoßlüften (nicht Kipplüften) unabdingbar:

Dreimal am Tag für fünf bis fünfzehn Minuten, bei vollständig geöffneten Fenstern - auf Kipp gilt nicht!
Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Lüften - Heizen - Feuchtigkeit vermeiden finden Sie hier: Richtig Lüften!

Schimmelpilze

Schimmelpilze sind Mikroorganismen, die in unserer Umwelt überall vorkommen und zunächst unschädlich, ja sogar nützlich sind. In Innenräumen dürfen Sie jedoch nicht zu schädlichem Befall heranwachsen. Dies ist immer dann der Fall, wenn die Wachstumsvoraussetzungen erfüllt sind.

Wachstumsvoraussetzungen

Schimmelpilzwachstum setzt ein, wenn ein ausreichendes Angebot an Feuchte und Nährstoffen (organisches Material) vorliegen. Nährstoffe sind in unserem Wohn- oder Arbeitsumfeld praktisch immer vorhanden, so dass es entscheidend auf die Feuchte ankommt. Dabei genügen meist 80% relative Luftfeuchte, bei einigen Arten bereits etwa 70%, an Oberflächen von Bauteilen oder Gegenständen. Eine Wand muss also nicht unbedingt durchfeuchtet sein, damit Schimmelpilze wachsen können. Weitere für das Wachstum relevante Parameter sind die Umgebungstemperatur, der pH-Wert und die Zeit, die nach einem Feuchteschaden bis zu einer eventuellen Trocknung verstreicht.

Potentielle Gefährdungen der Gesundheit

Schimmelpilzbelastungen in Innenräumen sind Ekel erregend und sondern oftmals störende bzw. belastende Gerüche ab. Sie stellen immer ein hygienisches Problem dar. Über Befindlichkeitsstörungen wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche im Zusammenhang mit Innenraumbelastungen wird vielfach berichtet. Darüber hinaus können mikrobielle Schäden die Gesundheit der Raumnutzer nachhaltig gefährden. Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass ein Zusammenhang zwischen Schimmelpilzbelastungen und Atemwegsbeschwerden besteht. Allergische Reaktionen können auf Schimmelpilze zurück zu führen sein. Hohe Schimmelpilzkonzentrationen können reizende oder toxische Wirkung auf den Menschen haben. Infektionen durch Schimmelpilze sind sehr selten und treten nur bei Personen mit ausgeprägten Immunschwächen wie Säuglingen, Kranken und älteren Menschen auf.

Derzeit sind keine sicheren Aussagen über konkrete Dosis-Wirkungs-Beziehungen zwischen Schimmelpilzbelastungen und Gesundheitsbeschwerden möglich. Schimmelpilzschäden in Inneräumen dürfen jedoch grundsätzlich nicht toleriert und müssen zumindest vorsorglich mit Sachverstand beseitigt werden.

Hinweise auf Schimmelpilzbefall

Untersuchungen zu Schimmelpilzbefall in Innenräumen können bei folgenden Sachverhalten erforderlich werden:

  • auf Bauteiloberflächen oder Gegenständen sichtbare Fleckenbildung und / oder pelziger Belag; diese können als Einzelflecken, punkt- oder streifenförmig sowie flächig auftreten und verschiedene Farben haben
  • auffällige Moder- bzw. Erdkellergerüche auch ohne sichtbare Flecken oder Beläge
  • erhöhte Oberflächen- oder Bauteilfeuchte auch ohne sichtbare Flecken oder Beläge
  • bauphysikalische Auffälligkeiten (z.B. Wärmebrücken, mangelnde Luftdichtheit)
  • bauliche Problemkonstruktionen (z.B. Kriechkeller, Innenbekleidungen an Kellerwänden)
  • gesundheitliche Beschwerden der Raumnutzer (z.B. Kopfschmerzen, Hustenreiz, Schlaflosigkeit)
  • bei ärztlichen Hinweisen auf mögliche Belastungen in der Wohn- oder Arbeitsumwelt
  • Erfolgskontrolle nach durchgeführten Sanierungen
  • vor Kauf oder Anmietung von Immobilien
  • zur Beweissicherung im Streitfall

Was tun, wenn der Schimmel entdeckt ist?

Eine Schimmelpilzsanierung ohne Beseitigung der Ursachen ist allerdings nicht sinnvoll, da früher oder später mit einem erneuten Schimmelpilz-wachstum zu rechnen ist. Daher ist es unerlässlich, die Ursachen für das Schimmelpilzwachstum, insbesondere die Frage eines erhöhten Feuchteeintritts, zu klären. Schimmelpilze benötigen zum Wachsen viel Feuchtigkeit. Ursachen erhöhter Feuchte innerhalb von Gebäuden können zum Beispiel sein:

a) direkter Eintrag von Feuchtigkeit zum Beispiel über:

- defekte Dächer (insbesondere Flachdächer), Dachrinnen und Fallrohre;
- Risse im Mauerwerk;
- ungenügendes Austrocknen nach Baumaßnahmen;
- Wassereintritt infolge Rohrbrüchen, Überschwemmungskatastrophen etc.

b) unzureichende Abfuhr erhöhter Raumluftfeuchte durch:
- unsachgemäßes Heizen und Lüften, insbesondere in luftdichten Gebäuden.
- Kondensation (Tauwasserbildung) von Luftfeuchte im Bereich von kalten
Wänden, die wegen unzureichender Wärmedämmung in manchen
Altbauten ein Problem darstellen. Baufehler wie Wärmebrücken führen
ebenfalls in Neu- und Altbauten zur Wasserdampfkondensation entlang
der Bauschadensbereiche.

 

Die Aufstellung zeigt, dass neben baulichen und bauphysikalischen Mängeln, auch die Bewohnerinnen und Bewohner zu erhöhter Feuchte im Gebäude beitragen. Unsachgemäßes Lüften in Verbindung mit Tätigkeiten, bei denen viel Feuchtigkeit entsteht (Duschen, Kochen, Wäschetrocknen, Betrieb großer Aquarien etc.), kann die Feuchtigkeit im Gebäude über das erträgliche Maß hinaus erhöhen. Dies wird vor allem dann ein Problem, wenn die Gebäude aus Energiespargründen aufwändig abgedichtet wurden

Schimmel-Gutachten für Wen und Warum?

Mieter:

Mieter haben nach §537 BGB das Recht auf einen mangelfreien Mietgegenstand. Hat eine Wohnung Schimmelpilzprobleme, werden wir die Ursache herausfinden und selbstverständlich auch die Schuldfrage klären. In einem Kurzgutachten erhält der Mieter sämtliche relevanten Messergebnisse, eine schriftliche Bewertung der Situation und Rat beim Umgang mit seinem Vermieter.

Vermieter:

Mieter haben ihrem Vermieter gegenüber eine Obhutspflicht nach §§ 535, 536 BGB für die angemietete Wohnung. Mit Hilfe verschiedener Messgeräte werden die Ursachen und das Ausmaß des Schimmelbefalls festgestellt . Mit einer Langzeitmessung und anschließender Auswertung der aufgezeichneten Daten wird das Heiz- und Lüftungsverhalten der Mieter über einen längeren Zeitraum dokumentiert . In der abschließenden gutachterlichen Stellungnahme erhält der Vermieter alle Werte und Erkenntnisse in Schriftform. Auf Wunsch erstellen wir ein Konzept für eine nachhaltige Sanierung.

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